Beat Tinner
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In St.Gallen wurden und werden drei schützenswerte Gebäude nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten renoviert. Es handelt ich um das Haus «Zum Notenstein» beim Bohl, um das Merkatorium neben der Hauptpost und um die Villa Hirschfeld auf dem Rosenberg.
Denkmalpflege Das um 1801 erbaute Haus «Zum Notenstein», in dem sich eine der wichtigen früheren Banken entwickelt hat und das noch heute als Bankhaus genutzt wird, erfährt gegenwärtig eine denkmalgerechte Aussenrenovation. 1916 wurde das Gebäude umgebaut und als Kompromisslösung die Fussgänger-Arkade erstellt, nachdem sogar ein Abbruch vorgesehen war, um den Engpass beim Bohl zu beseitigen. Die Fassade zeichnet sich durch ein klassisches Fassadenbild aus, das mit der Restaurierung noch stärker in Erscheinung treten soll. Die Gesamtkosten für das Gebäude als schützenswertes Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung belaufen sich auf 919‘000 Franken. An die denkmalpflegebedingt anrechenbaren Aufwendungen von 378‘000 Franken leistet der Kanton einen Beitrag von113‘000 Franken.
Auch das 1913 von den bekannten Schweizer Architekten Curjel & Moser erbaute Geschäftsgebäude «Merkatorium» an der St.Leonhardstrasse 32, das sich seit 1934 im Besitz der schweizerischen Mobiliar befindet, ist einer Aussenrenovation unterzogen worden. Es zeichnet sich durch die grünliche Farbe der Kunststeinfassade aus, die erhalten wird. Sämtliche Fenster wurden durch stilgerechte Holzfenster mit Sprossen in einem hellen Grauton ersetzt. Der sichtbarste Eingriff ist die Schliessung des Arkadendurchgangs in der Südwest-Ecke. Damit nähert sich das Erscheinungsbild des «Merkatoriums» wieder seinem ursprünglichen Zustand an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Franken. Der Subventionsbetrag aus dem kantonalen Lotteriefonds an die denkmalpflegebedingt anrechenbaren Kosten beträgt 98‘400 Franken.
Einer denkmalgerechten Innen- und Aussenrenovation ist neulich die Villa Hirschfeld mitten in einem grossen Garten an repräsentativer Lage auf dem Rosenberg unterzogen worden. Sie wurde in der Hochblüte des St.Galler Jugendstils 1913 von den Architekten Leuzinger & Niederer für den Textilkaufmann Oscar Hirschfeld-Neuburger errichtet und beheimatet heute das «St,Galler Symposium». Im Innern waren viele bauzeitliche Oberflächen unter jüngeren Schichten verborgen und konnten bereits instand gestellt werden. Hinter der bestehenden Stützmauer aus Stampfbeton und Naturstein wurde ein Seminarraum angebaut. In diesem Zusammenhang fand auch die Umgebungsgestaltung eine Aufwertung. Die bisher nur bis zum Hauseingang reichende Pflästerung wurde auf den ganzen Vorfahrtsbereich der Villa ausgedehnt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Franken, an welche für denkmalpflegerisch anrechenbaren Aufwendungen ein Subventionsbetrag von 71‘700 Franken aus dem kantonalen Lotteriefonds geleistet wird.
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