Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Symbolbild. sj
Der Fahrplanwechsel für den Zugs- und Busverkehr im kommenden Dezember und die Planungen für die weitere Zukunft bringen für St.Gallen mehr Verschlechterungen als Verbesserungen, wie dem neuesten Bericht „öffentlicher Verkehr“ des Kantons St.Gallen zu entnehmen ist.
ÖV Der IC3 wird auch unter der Woche im Halbstundentakt zwischen Zürich HB, Sargans und Chur verkehren. Infolge Bauarbeiten benötigen die Fernverkehrszüge zwischen Zürich HB und St.Gallen eine Minute länger, was kaum spürbar ist, in Zürich aber teilweise zu reduzierten Umsteigezeiten von sechs statt sieben Minuten führt. Die IC5-Zusatzzüge enden künftig in Zürich und bieten keinen Anschluss mehr in Richtung Olten und Biel. DieS5 wird zwischen St.Gallen und Bischofszell ausgebaut. Neu wird auch am Samstag und am späteren Abend im Halbstundentakt gefahren.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Gossau und Regiobus wurde ein neuer Konzeptvorschlag ausgearbeitet, nachdem das Stadtparlament Gossau ein neues Konzept der Linien 151 und 159 abgelehnt hat. Dieses wird voraussichtlich Anfang 2026 im Stadtparlament Gossau behandelt. Im Raum Herisau soll das Busangebot optimiert werden. Die Linie 158 soll zukünftig zwischen Herisau und dem Säntispark Abtwil im Viertelstundentakt verkehren. Die Linien 180 und 182 werden überprüft.
Das Angebotspaket 2035 wird im Rahmen der langfristigen Bahnperspektiven nochmals auf seine Produzierbarkeit überprüft. Weiter hat die SBB informiert, dass sie auf das schnelle Fahren in Kurven mit Hilfe von Wankkompositionen verzichtet. Das geplante Fahrplankonzept zwischen Zürich, St.Gallen und St. Margrethen kann so nicht realisiert werden. Im Rahmen des Projekts „Verkehr 45“ untersucht eine externe Stelle sämtliche laufenden Projekte des Bundes zu Schiene und Strasse sowie aus den Agglomerations-Programmen der fünften Generationen.
Die Ergebnisse werden noch im dritten Quartal dieses Jahres erwartet. Es ist nach dem St.Galler Amt für Verkehr absehbar, dass nicht alle Angebotsverbesserungen wie geplant umgesetzt werden können oder dass sich einzelne Ausbauvorhaben in ihrer Umsetzung deutlich verzögern werden. Nicht von ungefähr hält Regierungspräsident Beat Tinner in seinem Vorwort fest: „Die Sparprogramme bei Bund und Kanton stellen uns vor grosse Herausforderungen. Trotzdem wollen wir das Angebot dort verbessern, wo wir Potential sehen. Denn mehr Fahrgäste helfen, den Kostendeckungsgrad zu erhöhen und damit die Abgeltungen zu senken.“ Konkret weist Tinner auf die Bestrebungen hin, dass durch Unternehmen vergünstigte Ticketangebote für Arbeitnehmende, On-Demand-Busse und neue Buslinien für Grossunternehmen das Umsteigen auf den ÖV erleichtern. Gegenwärtig laufen im Kanton Gespräche mit 20 Firmen. Die bereits getroffene Lösung für die Bühler AG in Uzwil wird als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnet.
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