Protest gegen Turnhallen-Abbruch
Der TSV St. Otmar, Gymnastik- und Spielabteilung, nimmt den definitiven Entscheid des Stadtrats mit Bedauern zur Kenntnis.
Der TSV St. Otmar, Gymnastik- und Spielabteilung, nimmt den definitiven Entscheid des Stadtrats mit Bedauern zur Kenntnis.
Riethüsli Aus Sicht des Vereins wäre eine frühzeitige Information und Anhörung der betroffenen Vereine sowie der Initiantinnen und Initianten des Bevölkerungsvorstosses wünschenswert gewesen.
Der Stadtrat begründet den Entscheid unter anderem mit einem Bauaufwand von rund fünf Millionen Franken. Der Verein bittet um eine nachvollziehbare Darstellung dieser Kostenschätzung sowie der geprüften Alternativen, damit der Entscheid für die Öffentlichkeit transparent eingeordnet werden kann.
Fragen zur Hallen-Zuteilung
Offen ist aus Sicht des TSV St. Otmar auch die künftige Hallenzuteilung. Gemäss Stadtratsbeschluss sollen künftig 165 statt bisher 110 Lektionen pro Woche zur Verfügung stehen. Der Verein ersucht deshalb um Prüfung, ob weiterhin zwei Trainingslektionen im Riethüsli ermöglicht werden können.
Eine Zuweisung an die Tschudiwies-Turnhalle hätte für einen Teil der Mitglieder praktische und soziale Auswirkungen. Neben dem längeren Weg wäre auch das m Abbruch der alten A Zusammensein nach dem Training im Quartier-Treff im ökumenischen Quartierzentrum Riethüsli kaum möglich.
Der TSV St. Otmar ersucht den Stadtrat um eine transparente Erläuterung der Entscheidungsgrundlagen, um Prüfung der künftigen Hallenzuteilung sowie um einen direkten Austausch mit den betroffenen Vereinen.
Der Verein hält zudem an seiner Bitte um zeitnahe Klärung der offenen Punkte fest. Dabei stehen insbesondere die genannten Entscheidungsgrundlagen im Zentrum der Rückfragen. Weitere Stellungnahmen oder Präzisierungen werden nach Vorliegen der Antworten erwartet, insbesondere auch im Hinblick auf mögliche organisatorische Anpassungen im Trainingsbetrieb.
Warten auf die Antwort
Vom St. Galler Stadtrat war bis Redaktionsschluss keine Antwort auf diese Fragen erhältlich, weil den involvierten Stadträten der Brief vom TSV St. Otmar mit weiteren konkreten Hinweisen und Fragen noch nicht weitergeleitet werden konnte und weitere Abklärungen nötig sind. Stadtrat Markus Buschor hat vorweg lediglich darauf hingewiesen, dass mit der Genehmigung der Neubau-Vorlage durch die Stimmberechtigten auch dem Abbruch der
alten Anlage zu rund 80 Prozent zugestimmt haben, das heisst auch dem Abbruch der alten Turnhalle. Somit sei der Abbruch auch demokratisch legitimiert und könne nicht angezweifelt werden. Deshalb habe durch den Stadtrat auch kein neuer Entscheid erfolgen müssen, wie angenommen werde.
we/pd
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