07.07.2025 10:00
Bauarbeiten im Krematorium
Verbreiterung der Energie-Beschaffung für erhöhte Sicherheit
Im Krematorium St.Gallen beim Friedhof Feldli wurden und werden bauliche Ergänzungen vorgenommen. Da eine Ofenlinie aufgrund von Umrüstungsarbeiten stillgelegt werden musste, erlitten die beiden anderen durch Überbeanspruchung grossen Schaden. Sie mussten mit komplexen Ausmauerungs- und Revisionsarbeiten instandgesetzt werden.
Einäscherungen Der Stiftungsrat war sich bereits seit geraumer Zeit der Abhängigkeit von Strom und Gas bewusst. Nach intensiven Abklärungen wurde die Schaffung einer höheren Unabhängigkeit in Angriff genommen. Die Errichtung eines Notstromaggregates zur Sicherung der Stromerzeugung sowie zur Umrüstung von zwei Ofenlinien auf Zweikomponenten-Brenner (Öl/Gas) ist inzwischen abgeschlossen. Es wurde ein Öltank mit einem Volumen von 20'000 Litern in einem bestehenden Raum im ersten Untergeschoss eingebaut. Im Nebengebäude wurde ein Notstromaggregat sowie ein Raum für die Garten-Gerätschaften errichtet.
Eine Expertise für die vorsorgliche Beweissicherung wegen Qualitätsproblemen am Mauerwerk wurde abgeschlossen, doch es konnte noch keine Einigung zwischen den Parteien zur finanziellen Beteiligung an den Sanierungsarbeiten erzielt werden. Die Sanierung wird trotzdem vorangetrieben. Ein unabhängiger Bauberater wurde engagiert, um die Arbeiten zu unterstützen und zu begleiten. Es wird gleichzeitig auch eine Photovoltaik-Anlage errichtet, um die Energiebeschaffung über einen weiteren Kanal abzusichern.
Mit 4810 Kremationen sind 2024 34 mehr als im Vorjahr durchgeführt worden trotz des Rückgangs der Todesfälle. 62 Prozent betrafen den Kanton St.Gallen, 21,5 Prozent den Kanton Thurgau, 10 Prozent den Kanton Appenzell Ausserrhoden und 2,5 Prozent den Kanton Appenzell Innerrhoden. 4 Prozent der Einäscherungen waren Verstorbene aus der übrigen Schweiz und dem nahen Ausland. Die Geschäftsleiterin Ursula Lauper hatte neben den umfangreichen Bauarbeiten auch einen grösseren Personalwechsel zu bewältigen.
we