Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Kontrollen Die Arbeitsbedingungen in der 24-Stundenpflege seien im Kanton St.Gallen zum Teil immer noch prekär, stellt in einem politischen Vorstoss SP-Kantonsrat Florian Kobler fest. Zwar habe der Kanton den Normalarbeitsvertrag aus dem Jahr 1986 überarbeitet und seit 2020 sind diese Neuerungen in Kraft. Da jedoch Kontrollen in Privathaushalten nicht durchgeführt werden, blieben Arbeitsrechtsverletzungen meist unentdeckt. Zudem hätten viele Live-in-Betreuerinnen und -Betreuer keinen Zugang zu Unterstützung, da sie isoliert seien und nicht lange in der Schweiz bleiben. Ein zentrales Problem sei der Abzug für Kost und Logie, der in vielen Fällen pauschal erhoben und von den Betroffenen aus Angst vor Arbeitsverlust stillschweigend hingenommen werde. Weiter macht Kobler darauf aufmerksam, dass das Arbeitsgesetz auch auf den Personalverleih zur Unterstützung und Betreuung von Personen in Privathaushalten angewendet werden müsse. Der Internationale Gewerkschaftsrat Bodensee fordere deshalb in den jeweiligen Ländern konkrete Massnahmen, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren. Von der Regierung möchte Kobler unter anderem wissen, ob er die Möglichkeit von Vor-Ort-Kontrollen und Präventionsmassnahmen sehe und wie hoch die Zahl der Anstellungen von Live-in-Betreuerinnen und -Betreuer im Kanton sei.
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