Der PC hält länger als gedacht
Freiwillige helfen kommenden Samstag, den eigenen PC, das eigene Notebook zu reparieren. Die «PC-Reparierbar» in Herisau will einen Kontrapunkt gegen die Wegwerfgesellschaft setzen.
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen: Informatiker Stefan Müller will die Menschen zum Umdenken verleiten. Deshalb hat er vor rund einem Jahr das Projekt «PC-Reparierbar» lanciert. Mit Unterstützung von Fachpersonen können Personen ihre eigenen Laptops und PCs reparieren. «Kaum funktioniert etwas nicht mehr, kauft man sich heute ein komplett neues Gerät», so Müller. In unserer «Wegwerfgesellschaft» setze man sich nicht mehr damit auseinander, dass manchmal mit wenigen Handgriffen der Schaden behoben werden kann. Die «PC-Reparierbar» startete vor rund einem Jahr. Seither findet sie jeden ersten Samstag im Monat, von 9 bis 14 Uhr, auf dem Dachboden des WinWin-Marktes an der Cilanderstrasse in Herisau statt. Der WinWin-Markt ist seit Beginn Partner des Projektes. Allenfalls notwendige Ersatzteile stellt er zur Verfügung. Die Idee der «PC-Reparierbar»: Jede/r repariert seinen Computer, sein Notebook selbst. Doch was ist mit denjenigen, die zwei linke Hände bei der Reparatur an den Tag legen? «Wir können die Arbeiten auch selbst übernehmen. Je nach Andrang am Samstag fehlt uns aber halt manchmal die Zeit dafür», so Müller. Pauschal bezahlen die Kundinnen und Kunden einen Betrag von zehn Franken. Dieses Geld werde für die Verpflegung der Informatiker aufgewendet.
Wenig Resonanz bislang
Bislang wird die «PC-Reparierbar» noch von verhältnismässig wenig Personen aufgesucht. «Wir sind noch etwas zu früh», schätzt Müller. «Das Umdenken hat noch nicht bei allen stattgefunden.» Nichtsdestotrotz ist er von seiner Idee überzeugt. Das Projekt wird fortgesetzt. Das nächste Mal diesen Samstag. Weitere Informationen auf: www.pc-reparierbar.ch
az